Alles steht und fällt mit deiner Darmgesundheit

Der Darm und das Mikrobiom sind mit die ersten Dinge, die ich im Coaching meiner Kunden optimieren. Dabei kann dies aktiv durch ein spezielles Protokoll geschehen oder passiv dadurch, dass wir die Nahrungsmittelauswahl optimieren (mehr von den guten und weniger von den „schlechten“ Lebensmitteln essen), das Stressmanagement optimieren und/oder die Leberentgiftung optimieren.

Je nachdem, wie gut deine Darmfunktion ist und wie ausgewogen dein Mikrobiom ist, desto besser oder schlechter ist deine Verdauung, Immunsystem, Energielevel, Schlaf und Bodycomp.

Die Verdauung fängt natürlich im Mund an, geht über den Magen und der große Teil der Nährstoffe wird dann über die Darmschleimhaut aufgenommen. Dabei ist es extrem wichtig, dass diese optimal arbeitet. So bleiben Schadstoffe draußen und die richtigen Nährstoffe gelangen ins Blut und an die benötigte Stelle.

Das Regulatorprotein Zonulin ist ein geeigneter Marker, um die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu messen. Zonulin reguliert den Austausch von Flüssigkeit, Makromolekülen und Leukozyten zwischen dem Blutstrom und dem Darmlumen. Außerdem schützt es die subepithelialen Schichten.
Verschiedene Reize veranlassen die Darmepithelzellen, Zonulin in das Darmlumen und in die Blutgefäße abzugeben. Beispiele sind der direkte Kontakt zu Bakterien bei fehlender oder unterbrochener intestinaler Mukusschicht und der Kontakt zu Gliadin. Das Zonulin ist der Türsteher, der entscheidet, wer in den Club (Blutkreislauf) reinkommt und wer nicht.
Wie entsteht ein Leaky Gut bzw. welche Stoffe lassen ihn entstehen?
Wenn der Körper bestimmte Nahrung nicht verträgt, versucht er, den Schaden in Grenzen zu halten, indem er Botenstoffe für Entzündungsreaktionen losschickt, die diese Nahrungsbestandteile als »Feinde« markieren. Auf diese Information reagiert das Immunsystem mit der Ausschüttung von Entzündungsstoffen, darunter auch Killerzellen, um die Angreifer auszumerzen.
Dabei leidet häufig das Gewebe, in diesem Fall der Dünndarm, und man spricht von einem »leaky gut«, also einem übermäßig durchlässigen Darm. Bei einer solchen Vorschädigung kommt es nachfolgend oft zu weiteren Lebensmittelunverträglichkeiten, und die anhaltende Entzündungsreaktion erhöht zugleich das Risiko für die Entstehung einer Autoimmunkrankheit.
Was erhöht die Durchlässigkeit des Darms?
  • Gluten → Gliadin reagiert mit Zonulin
  • Entzündungen erhöhen Cortisol
  • High Carb, High Sugar

Verschiedene Stoffe reagieren mit dem Zonulin in der Darmschleimhaut. Dadurch erhöht sich die Durchlässigkeit des Darms (Leaky Gut). Durch diese erhöhte Durchlässigkeit können Schadstoffe wie z.B. LPS leichter in die Blutbahn gelangen. Diese fördern Entzündungen im Körper, welches sich langfristig extrem negativ auf den Körper auswirken kann.

Entzündungen sind zwar wichtig für den Körper, jedoch nur bis zu einem gewissen Maß. Ein kontrolliertes Feuer im Ofen hilft dir warm zu bleiben. Ein Waldbrand wird sehr schnell gefährlich für dich sein. Durch mehr Entzündungen im Körper wird langfristig auch dein Cortisolspiegel steigen, was dich in eine körperliche Abwärtsspirale bringen wird.

Was Cortisol bzw. ein langfristig erhöhter Cortisolspiegel mit deiner Bodycomp zu tun haben, erfährst du in diesem Artikel.

Das Mikrobiom

Was steuert unsere Verdauung?

Unter anderem sind es die Darmbakterien. Hier gibt es gute und schlechte Bakterien. Du hast ungefähr 10 Mal mehr Bakterien, die in und auf deinem Körper leben, als du menschliche Zellen hast, und die meisten von ihnen lagern in deinem Darm. Wir sollten diese Bakterien als eine Art Haustiere ansehen. Behandelst du sie gut, sind sie gut zu dir. Behandelst du sie schlecht, „beißen“ sie dir in die Hand.

Wenn sie im natürlichen Gleichgewicht sind, helfen sie, dein Immunsystem, dein Verdauungssystem und sogar deinen Schlaf zu regulieren.

Es gibt Bakterien, die als freundliche Flora bezeichnet werden und eine enorme Resonanz mit unserer Gesundheit haben. Dann gibt es eine unfreundliche Flora oder opportunistische Bakterien, die viel Schaden anrichten können, wenn die Dinge aus den Fugen geraten. Jedoch spielen auch die unfreundlichen Bakterien eine Rolle. Es ist das Verhältnis, was am Ende des Tages eine Rolle spielt.

Was ich mit über gute und schlechte Bakterien gemeint habe, kann als dein Mikrobiom bezeichnet werden. Um eine normale Serotoninproduktion, Melatoninsekretion und eine optimale Hormonfunktion insgesamt zu unterstützen, musst du Dinge vermeiden, die deinem Mikrobiom schädigen und zu einer feindlichen Übernahme führen können.

Einige der Dinge, von denen nachgewiesen wurde, dass sie deinem Darmmikrobiom und deiner Leber schädigen, sind:

  • Toxine → Auch Pestizide
  • Zucker
  • Antibiotika → Es kann bis zu 1 Jahr dauern, bis sich dein Mikrobiom wieder im Normalzustand befindet, wenn du ein Breitbandantibiotikum genommen hast
  • Chemische Zusatzstoffe
  • Unverträglichkeiten, wie z.B. Gluten

Als Ernährungsregel gilt deswegen, dass du mehr LEBENSmittel und weniger NAHRUNGSmittel essen solltest. Je mehr Schadstoffe du in deinen Körper bringst, desto mehr und härter müssen diese beiden arbeiten.

Habe immer im Hinterkopf, Essen ist nicht nur Essen – es sind Informationen. Die Art der Nahrung, die du isst, sowie die darin enthaltenen Nährstoffe (oder deren Mangel) lösen automatisch Prozesse aus, die bestimmen, wie dein Körper, deine Gesundheit und Ihr Schlaf aussehen werden.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass der menschliche Darm eine Masse von Nervengewebe ist, die mit 30 Arten von Neurotransmittern gefüllt ist (genau wie das Gehirn) und herausgefunden, dass er viel mehr tut, als nur zu verdauen.

Aufgrund der enormen Menge an hirnähnlichem Gewebe im Darm hat er sich zu Recht den Titel „das zweite Gehirn“ verdient. Technisch besteht dieses zweite Gehirn aus rund 100 Millionen Neuronen, mehr als im Rückenmark oder sogar im peripheren Nervensystem. Im Grunde hat dein Bauch die Intelligenz, leicht Berechnungen durchzuführen, aber stattdessen konzentriert er sich darauf, so viel mehr zu tun.

Um das Ganze abzurunden, enthält der Darm mindestens 400-mal mehr Melatonin als die Zirbeldrüse in deinem Gehirn.

Solltest du aktuell unter folgenden Problemen/Herausforderungen leiden:

  • Zu viel Körperfett (15+% als Mann / 25+% als Frau)
  • Probleme beim Abnehmen, aber auch beim Zunehmen
  • Schlechter Schlaf (ein und durch Schlafen)
  • Schlechtes Hautbild
  • Unzureichende Verdauung mit mangelnder Nährstoffaufnahme
  • Verdauungsstörungen (Aufstoßen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Krämpfe und so weiter) → (täglich einmal groß müssen, ist und sollte der Normalzustand sein)
  • Müdigkeit
  • Hoher Cortisolspiegel
  • Reizdarmsyndrom
  • Depressionen
  • Autoimmunerkrankungen (Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis, rheumatische Gelenkveränderungen und vieles mehr)
  • Migräne
  • Milchunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)
  • Nesselsucht, Ausschläge
  • Neurologische Erkrankungen (Demenz, Alzheimer, Schizophrenie und so weiter)

Dann kann es definitiv daran liegen, dass irgendetwas mit deinem Mikrobiom nicht optimal funktioniert und eine Optimierung hier helfen kann.

Dafür brauchst du keine 100 verschiedenen Pülverchen, sondern musst das richtige essen und das falsche reduzieren bzw. ganz vermeiden.

Wenn Du aktuell auch Probleme damit hast, dass Du nur schwer Fett abbauen und/oder Muskeln aufbauen kannst oder Deine Performance nicht auf dem Level ist, wie Du es Dir wünscht, dann klicke hier und lass uns beide zusammen darüber sprechen, wie ich Dir gezielt weiter helfen kann.

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